Forschen wie echte Wissenschaftler – Ein Tag im Gläsernen Labor Dresden




Am 10. Dezember 2025 öffnete das Gläserne Labor des Deutschen Hygiene-Museums Dresden seine Türen für uns, die Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse kurz vor dem schriftlichen Abitur in Biologie.
Gemeinsam mit unserer Tutorin Frau Richard machten wir uns früh morgens mit dem Zug auf den Weg nach Dresden, voller Neugier darauf, was uns im Labor erwartet. Als
wir im Hygiene-Museum angekommen sind, wurden wir direkt freundlich empfangen. Zuerst hieß es: Kittel anziehen, Haare zusammenbinden und alle Sicherheitsregeln beachten, schon dadurch entstand ein richtiges Labor-Gefühl. Nach einem kurzen Einstieg in die Grundlagen von Zellbiologie und Genetik folgte eine erste praktische Übung. Mit Tinte sollten wir den Umgang mit den Laborpipetten trainieren, was überraschend anspruchsvoll war und gleichzeitig Spaß gemacht hat.
Diese Vorübungen halfen uns sehr, denn im weiteren Verlauf des Tages arbeiteten wir mit echten DNA-Proben.
Der Hauptteil des Tages bestand darin, in kleinen Gruppen einen Vaterschaftstest durchzuführen. Dazu verwendeten wir moderne molekularbiologische Methoden wie die
Polymerase-Kettenreaktion (PCR) und die Gelelektrophorese. Wir kannten diese Verfahren bereits aus dem Unterricht, sie nun selbst anzuwenden, war ein besonderes
Erlebnis. Neben der PCR führten wir auch die Barr-Körper-Färbung durch. Dabei färbt man Mundschleimhautzellen an und kann anhand kleiner Strukturen erkennen, ob die Zellen männlichen oder weiblichen Ursprungs sind. Dieses Experiment hat uns die Bedeutung des X-Chromosoms noch einmal ganz praktisch vor Augen geführt.
In der Zeit der Pausen hatten wir die Chance, die Ausstellungen des Deutschen HygieneMuseums zu erkunden.
Am Ende des Tages waren wir uns alle einig: der „Große Labortag“ war nicht nur sehr lehrreich, sondern auch ein aufregender Einblick in die echte Laborarbeit. Viele Abläufe, die sonst nur theoretisch im Unterricht behandelt werden, konnten wir nun selbst durchführen und besser verstehen.
Ein besonders großer Dank geht an den Förderverein unserer Schule, der einen Teil der Kosten übernommen hat.
Es war ein richtig schöner und lehrreicher Tag. Ein Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden. Bilder vom Tag findet ihr unten.
Vivien Wesnick (Leistungskurs Biologie 12e)

