Sächsisches Jugendredeforum – mit Elsterwerdaer Beteiligung
Am 8. November 2025 fand im Sächsischen Landtag das 22. Jugendredeforum statt. 32 Schülerinnen und Schüler gingen aus unterschiedlichen sächsischen Schulen an den Start. Wir als einzige brandenburgische Schule stellten vier Schüler aus unseren Reihen. Bewertet wurden sie von einer ehrenamtlichen Juri, welche beispielsweise aus den langjährigen Juroren Evelyn Chalmakoff und Bernhard Holfeld bestand.
Gemeinsam machten sich die Diskutanten mit ihren Unterstützern und Lehrern am besagten Tag schon in aller Frühe auf den Weg, damit sie pünktlich um 9 Uhr der Rede vom Landtagspräsidenten Alexander Dierks beiwohnen konnten. Unsere Schüler wurden von Herr Caßbaum, Herr Ulewski und Frau Steinhäuser begleitet. Nach der Eröffnungsrede kam es zu den ersten Diskussionsrunden. Immer sechs Schüler diskutierten über ein Thema, welches sie erst zehn Minuten vor den 15-minütigen Diskussionsrunden erfuhren, um sich inhaltlich darauf vorzubereiten, doch Handys, Medien oder gar KI war dafür selbstverständlich verboten. Es handelte sich dabei immer um ein aktuelles politisches Thema, wie zum Beispiel den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Schulalltag oder um die Stadtbildaussage, welche unser Bundeskanzler Friedrich Merz erst vor wenigen Wochen tätigte.
In dieser Diskussionsrunde wurde von den Diskutanten Aussagen getätigt, dass es an der fehlenden Integration liege, warum die ausländischen Flüchtlinge nicht in unser „Stadtbild“ passten. Die Diskussion wurde mit der Aussage: „Gewalt ist Gewalt und die Aussage, die Herr Merz getätigt hat, war rassistisch“ beendet. Eine ebenso spannende Fragestellung war auch in der vierten von sechs Diskussionsrunden zu finden: „Dem Land dienen - Brauchen wir eine allgemeine Wehrpflicht oder ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr?“ Diese Beispiele der Themen zeigen, dass die 36 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangstufen 8 bis 12 auf einem Niveau miteinander diskutierten, welches das Schulische überstieg. Leonard Reinsch schaffte es als einziger aus unserer Schule in die Top 10 und durfte somit nach dem Mittagessen an der zweiten Runde des Wettbewerbes teilnehmen. Diese bestand daraus, dass die Schülerinnen und Schüler ein Thema zogen und dazu eine dreiminütige Rede hielten. Um sich den Sieg zu sichern, mussten sie mit ihrer Rhetorik und ihrem Auftreten überzeugen. Helena Lange aus der 12. Klasse des Weißeritzgymnasiums Freital schaffte es schließlich, sich mit ihrer Rede zum Thema „Ist die Autokratie der Demokratie überlegen?“ den Sieg zu sichern. Der zweite Platz ging an Moritz Kwaschik aus Leipzig, welcher die Frage „Wirtschaft oder Klima retten?“ für sich klärte, und der dritte Platz ging an die Rede zu dem Thema, ob privates Feuerwerk verboten werden sollte von August Sommer aus Dresden.
Auch dieses Jahr ging man wieder mit zahlreichen neuen Erkenntnissen, welche man an diesem Tag gewonnen hatte, aus dieser Veranstaltung heraus. Die Fachschaften Deutsch und Politische Bildung würden sich auch im nächsten Jahr wieder über zahlreiche Teilnehmer und Unterstützer freuen! Bedanken möchten wir uns ganz herzlich bei unseren vier Diskutanten: Jonas Grafe (Klasse 12), Marlon Hriwnatzky und Teresa Müller (beide Klasse 11) sowie Leonard Reinsch (Klasse 9) für ihr Engagement, daran teilzunehmen, und ihre tollen Redebeiträge! Wir danken zudem dem sächsischen Landtag für die Übernahme der Reisekosten unserer SchülerInnen und Lehrer.
Mishara Förster, Klasse 10d

